Forschungsgruppe für Marine Geochemie (ICBM-MPI Brückengruppe)

Hintergrund

Im Jahre 2013 unterzeichneten die Max-Planck-Gesellschaft (vertreten durch Präsident Dr. Gruss) und die Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg (vertreten durch Präsidentin Dr. Simon) ein Kooperationsabkommen, um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Universität und dem Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen (MPI Bremen) weiter zu stärken. Um das Abkommen mit Leben zu füllen, richtete das Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM, Universität Oldenburg) eine neue Forschungsgruppe für Marine Geochemie als Brücke zwischen dem ICBM und dem MPI Bremen ein.

Forschung

Die Forschungsgruppe für Marine Geochemie (ICBM-MPI Brückengruppe) beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit gelöstem organischen Material im Meer. In jedem Liter Meerwasser sind Hunderttausende von verschiedenen organischen Molekülen gelöst. Viele dieser Verbindungen haben sich über Jahrtausende im Meerwasser angereichert und bilden eines der größten Reservoire an reduziertem Kohlenstoff auf der Erdoberfläche. Da schon kleine Änderungen dieses Reservoirs große Auswirkungen auf die atmosphärische Kohlendioxid-Konzentration haben können, kommt dem gelösten organischen Material im Meer möglicherweise eine wichtige Rolle in der Regulation des Weltklimas zu. Das Verhalten des gelösten organischen Materials ist noch weitestgehend unbekannt. Ein wesentlicher Schritt zu einem besseren Verständnis ist die Aufklärung der molekularen Zusammensetzung. Die Forschungsgruppe für Marine Geochemie nutzt hochmoderne analytische Methoden, um neue Erkenntnisse über Herkunft und Geschichte des gelösten organischen Materials zu gewinnen.

Aktuelles

 

Leitung


Prof. Dr. Thorsten Dittmar
BRÜCKENprofessor
ICBM Oldenburg / MPI Bremen


Tel.: +49-(0)441-798-3602
Fax: +49-(0)441-798-3358
E-Mail: thorsten.dittmar(at)uni-oldenburg.de

Standort:
Universität Oldenburg, Campus Wechloy
Raum: W03 1-218A
Carl-von-Ossietzky-Straße 9-11
26129 Oldenburg
Lage/Anfahrt

 

MWK-Ausschreibung "Küsten- und Meeresforschung in Niedersachsen"

Projekt Barrier Island Mass Effect (BIME)

Prof. Dr. Thorsten Dittmar, Dr. Waska

„Der unterirdische Transport von Nährstoffen vom Land ins Meer über Grundwasseraustritte im Küstenbereich wird als sehr wichtig eingeschätzt, ist jedoch bisher wenig erforscht. Durch intensiver werdende menschliche Einflüsse werden Menge und Zusammensetzung des eingetragenen Grundwassers nachhaltig verändert, mit derzeit kaum absehbaren Folgen für die angrenzenden Küstenmeere.“