Biodiversität und biologische Prozesse der Polarmeere

Forschungsschwerpunkte

Die Polarregionen haben einen erheblichen Einfluss auf das Weltklima und zählen gleichzeitig zu den sich am schnellsten erwärmenden Gebieten der Erde. Wie die anthropogen verursachten Umweltveränderungen das polare marine Ökosystem in seiner Struktur und Funktionalität verändern werden, ist jedoch weitestgehend ungeklärt.
Die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Meyer will anhand von pelagischen Schlüsselarten, welche die Struktur und Funktionalität der Nahrungsnetze in den Polarregionen maßgeblich beeinflussen, diese Wissenslücke schließen. Zu diesen Arten zählt z. B. im Südpolarmeer der antarktische Krill, Euphausia superba sowie die gelatinöse Art Salpa thompsoni als auch die Amphipodenart Themisto gaudichaudii. Im Nordpolarmeer nimmt z. B. die Krillart Thysanoessa inermis sowie verschiedene Copepoden- und Amphipodenarten eine Schlüsselstellung im Nahrungsnetz ein. Die Forschungsgruppe Biodiversität und biologische Prozesse der Polarmeere bildet eine wissenschaftliche Brücke zwischen dem ICBM und dem Alfred-Wegener-Institut.

 

Leitung


Prof. Dr. Bettina MEYER


Tel. OL: +49-(0)441-798-3567
Fax: +49-(0)441-798-3404
E-Mail: b.meyer(at)uni-oldenburg.de

 

MWK-Ausschreibung "Küsten- und Meeresforschung in Niedersachsen"

Projekt Population Shift and Ecosystem Response – Krill vs. Salps (POSER)

Prof. Dr. Bettina Meyer, Prof. Dr. Helmut Hillebrand

"Langzeitdaten zeigen, dass der Bestand des antarktischen Krill, der eine zentrale Rolle im Nahrungsnetz einnimmt, im Bereich der westlichen antarktischen Halbinsel abgenommen hat, während Salpen, die ein fast totes Ende im Nahrungsnetz darstellen, zunehmen. Derartige Bestandsänderungen beider Organismen haben Auswirkungen auf die Funktionalität des marine Ökosystems in dieser Region. Unser Vorhaben untersucht wie der Kohlenstofffluß sowie die Dynamik des mikrobiellen Nahrungsnetzes und die daran gekoppelten biogeochemischen Stoffflüsse von diesen Populationsänderungen beeinflusst werden."