Wissenschaftliche Projekte und Forschungsvorhaben

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DFG Forschergruppe BIogeochemie des watts

Projekbeschreibung

Das Das Projekt „BioGeoChemie des Watts“ wurde 2001 als Forschergruppe mit Mitteln der Deutschen Forschungs-
gemeinschaft (DFG) eingerichtet. Zu Projektstart  waren  an ihr das Institut für Chemie und Biologie des Meeres
(ICBM),  die Arbeitsgruppe Meeresphysik (jeweils Universität Oldenburg), das Forschungsinstitut Senckenberg,
das Forschungszentrum Terramare (2008 in das ICBM eingegliedert), beide Wilhelmshaven,  sowie das Max-
Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen beteiligt. Arbeitsplatzwechsel einzelner Wissenschaftler
führten im Verlauf des Projektes zur Beteiligung weiterer Institutionen.

Projektziele und  Verlauf
Eines der weltweit ausgedehntesten Wattgebiete erstreckt sich vor den Nordseeküsten der Niederlande, Deutsch-
lands und Dänemarks. Vor dem Hintergrund von Klimawandel, steigendem Meeresspiegel sowie stetig wachsen-
der Bedeutung der Küstenräume für die Bevölkerung ist es unerlässlich, zukünftige Reaktionen dieses einzigarti-
gen Lebens- und Wirtschaftsraumes abschätzen und Fehlentwicklungen frühzeitig begegnen zu können.

Ziel der Forschergruppe war es daher, die Vorgänge im Watt tiefgreifender zu verstehen. Hierzu gehörten  insbe-
sondere die gestaltenden Einflüsse von Gezeiten und Wetter sowie das durch Mikroorganismen gewährleistete
Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbauprozessen.  Darüber hinaus sollten prognostische Modelle  entwickelt
werden.

Besonders die fachübergreifende Zusammenarbeit von Geochemikern, Sedimentologen, Meeresphysikern,
Mikrobiologen und Mathematischen Modellierern führte nach drei Jahren zu einer überaus positiven Begut-
achtung. In deren Folge erhielt die Forschergruppe von der DFG, aber auch vom Land Niedersachsen und der
Universität Oldenburg, weitere finanzielle Unterstützung. Die Untersuchungen konnten - einschließlich einer
Auslaufphase - so bis Ende 2011 fortgeführt werden. Insgesamt flossen dabei ca. 10 Mio Euro an zusätzlichen
Mitteln in die Wattenmeerforschung. Der für eine Forschergruppe außergewöhnlich lange Zeitraum spricht für
die Qualität der geleisteten Arbeit.

Dauermessstation und Ergebnisse

Weithin sichtbares und wesentliches Forschungsinstrument des Projekts ist die im Spätsommer 2002 errich-
tete Dauermessstation im Wattenmeer nahe der Südwestspitze der Insel Spiekeroog (Nordwestdeutschland).
Betreut durch das ICBM liefert sie kontinuierlich nach wie vor eine Fülle von Daten. Dabei ist sie unabhängig
vom Wettergeschehen - ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem Einsatz von Forschungsschiffen, die bei starken
Stürmen oder Eisgang nicht operieren können.

Mit den Messungen der automatisch und weitgehend autark arbeitenden Station sowie Untersuchungen vor
allem auf der nahe gelegenen Wattenplate Janssand gelang es, ein erheblich vollständigeres Bild hinsichtlich
des Transports von Sedimenten und organischem Material sowie der mikrobiologischen Aktivität in diesem seit
1000 Jahren durch Aktivitäten wie Fischerei, Landgewinnung und Deichbau geprägten Ökosystem zu zeichnen.

Ausblick
Die Zusammenarbeit während des Projektes hat Verflechtung und Austausch der beteiligten Institutionen
deutlich verstärkt. Die  Bearbeitung des durch die Dauermessstation auch zukünftig ständig wachsenden
Datenmaterials wird die Wissenschaftler noch auf Jahre beschäftigen und weitere Kooperationen fördern. Aktuelle Entwicklungen sind der Projektwebseite (s.u.) zu entnehmen.

Projektleitung

ICBM

Ansprechpartner

Projekt beendet, vgl. Projektwebseite

Projektbeteiligte (ICBM-Arbeitsgruppen) vgl. Projektwebseite

Kooperationen

  • AG Meeresphysik (Universität Oldenburg)
  • Forschungsinstitut Senckenberg, Wilhelmshaven
  • Forschungszentrum Terramare, Wilhelmshaven (jetzt ICBM)
  • Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie
  • GKSS Gesthacht (jetzt Helmoltz-Zentrum Geesthacht)
  • Institut für Ostseeforschung, Warnemünde

Laufzeit

 8 Jahre (incl. Verlängerung)

Finanzierung

Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG, (Land Niedersachsen, Univ. Oldenburg).

Projektwebseite

http://www.watt.icbm.de/

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