Wissenschaftliche Projekte und Forschungsvorhaben

MultiFlu

Projektbeschreibung

Der Zugang zu Nordseeküste und Meer, die Maritime Wirtschaft wie auch das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer bestimmen maßgeblich die Spezialisierungsausrichtung in Niedersachsen. Dabei bedingen Umwelt- und Klimaschutz maßgeblich die wirtschaftliche Positionierung von Unternehmen, in der Schifffahrt z.B. durch Green Shipping, während insbesondere im Küstenbereich eine Vielzahl anthropogener Faktoren, z.B. Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft, zu ungewollten Folgen für das Ökosystem und seine Nutzer, u.a. auch zu wirtschaftlichen Einbußen führen können. Zum Schutz und zur Übereinstimmung mit dem europäischen FHH Gebietsschutz und der Wasserrahmenrichtlinie (MSRL) über große Raum- und Zeitskalen, sowie zur kontinuierlichen Kontrolle von Prozesswasser in der Schifffahrt ist der Einsatz von bio-optischen Sensoren aus der heutigen Zeit nicht wegzudenken.

Im Projekt MultiFlu werden dazu in Kooperation mit dem niedersächsischen KMU TriOS bio-optische Fluoreszenzsensoren für Wasserqualitätsmessungen weiterentwickelt. Hierzu zählen zum einen Sensoren mit neu entwickelter Fluoreszenztechnik im Mehrkanal-Konzept, zum anderen solche, die die Nutzung mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets zur Steuerung beinhalten. Durch die konsequente Umsetzung und die Erprobung neuer Konzepte werden die Prototypen zu anwendungs- und marktfähigen Produkten gebracht. Zudem sollen detaillierte Untersuchungen Aufschluss über eine mögliche Erweiterung des Anwendungsspektrums auf weitere Parameter geben. Um die Kooperation mit Anwendern aus der maritimen Wirtschaft und dem Umweltschutz zu stärken, sind mit der Briese GmbH und der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer sowohl professionelle Anwender in Schifffahrt und Umweltmonitoring, als auch Bürger und Touristen eingebunden.

Die Umsetzung der Ziele dieses Projektes erfolgt dazu in folgenden Schritten:

  1. Validierung und Optimierung von Hardware und Software der Sensoren
  2. Evaluierung, Spezifizierung und Standardisierung für eine Erweiterung der Parameter für
    1. verschiedene Algentypen durch Bestimmung von geeigneten Anregungs- und Detektionswellenlängen,
    2. Erweiterung auf Cyanobakterien,
    3. neuartige Algorithmen für den Einfluss der Streuung bei trüben Proben / Streuung durch Partikel
  3. Erprobung der Prototypen im Feld, etwa auf wissenschaftlichen Schiffskampagnen wie dem Forschungsschiff „Sonne“, oder mit spezialisierten Nutzergruppen (UNESCO Weltnaturerbe Niedersächsisches Wattenmeer)
  4. Optimierung von neuen Steuerungswegen über mobile Endgerate der Sensoren


Die vorgestellten Konzepte sind zudem über den Projektzeitraum hinaus die Basis für eine Erweiterung auf branchenspezifische Parameter, wie z.B. verschiedene polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAHs) oder unterschiedliche (technische) Huminstoffe.

Projektleitung

Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), AG Marine Sensorsysteme

Ansprechpartner

Projektleiter:

Kooperationspartner

Laufzeit

3 Jahre (März 2017 - Februar 2020)

Finanzierung

NBank (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, EFRE)

 

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