Resilience of socio-technical systems exemplified at the electricity transport and actor system

Eine notwendige Bedingung nachhaltiger Entwicklung ist die Fähigkeit technischer,
ökologischer, ökonomischer und sozialer Systeme so auf Störungen zu reagieren,
dass ihr Bestand und ihre Entwicklungsfähigkeit gewahrt bleiben. Diese Eigenschaft
wird mit dem Konzept der Resilienz verknüpft - der Fähigkeit eines Systems, bei
Änderungen der ökonomischen, demografischen und Umweltbedingungen sowie bei
Störungen wesentliche Funktionen aufrecht zu erhalten. Das Hauptziel dieses
Projekts besteht in der ganzheitlichen Identifizierung der institutionellen, sozialen und
physikalischen Eigenschaften resilienter sozio-technischer Systeme am Beispiel des
Energietransport-Systems. Das Projekt integriert Konzepte und Methoden der
Physik, der Ökonomie, der Ingenieur- und Sozialwissenschaften. Es untersucht
insbesondere die Determinanten der Resilienz, die sich aus dem Wechselspiel
komplexer Netzwerke aus ökonomischen Akteuren, technischen Systemen,
Institutionen sowie sozialen Prozessen ergeben. Wir streben eine neue Qualität des
Verständnisses des Wechselspiels von sozio-ökonomischen und technischen
Systemen unter Berücksichtigung von zeitlich veränderlichen Verknüpfungen und
Anpassungen an. Von besonderem Interesse ist der Einfluss von Fluktuationen und
langsamen Änderungen von ökonomischen und Umweltbedingungen, die zu einem
qualitativ neuen Systemverhalten mit neu entstehenden Zuständen,
Umschlagpunkten und Extremereignissen führen können. Durch die Einbeziehung
von Praxisakteuren leistet das Projekt damit einen Beitrag zur nachhaltigen
Entwicklung, zur Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge, und zum Gelingen der
Energiewende.

Research Team (in alphabetischer Reihenfolge)

  • Klaus Eisenack (Department of Economics)
  • Ulrike Feudel (Institute for Chemistry and Biology of the Marine Environment)
  • Joachim Peinke (Institute of Physics)
  • Thorsten Raabe (Department of Economics)