Teilprojekt 1: Natur- und Kulturwissenschaften Holozän

Besiedlungs- und Kulturlandschaftsgeschichte im Jadebusengebiet    

 

Bild: Besiedlungsgeschichte

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PD Dr. Hauke Jöns
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Dr. Johannes Ey
Tel.:+49-(0)4421-915-152
ey[at]nihk.de


Ingo Eichfeld
Tel.: +49-(0)4421-915-218
eichfeld[at]nihk.de  

Flachküstenzonen wie das Jadebusengebiet sind außerordentlich dynamische Lebensräume, die den Menschen vor immer neue Herausforderung stellen und neben großen Gefahren auch zahlreiche Perspektiven bieten. Im Laufe der Geschichte haben die Bewohner der Nordseeküste unterschiedliche Strategien entwickelt, um Umweltgefahren zu bewältigen und die Chancen der Landschaft zu nutzen. Die im Jadebusenprojekt erfassten Informationen zur Besiedlungs- und Kulturlandschaftsgeschichte sollen einen diachronen Zugang zum Umgang des Menschen mit den Potentialen und Risiken des Küstengebietes ermöglichen.

Im Rahmen des Projektes werden alle zur Verfügung stehenden Informationen aus Archiven, Literatur- und Kartenwerken sowie anderen Datenquellen zusammengetragen. Das Arbeitsgebiet umfasst die an den Jadebusen grenzenden Landkreise und Kommunen, wobei solchen Gebieten und Informationsquellen ein besonderes Augenmerk gilt, die bislang nicht oder nur unzureichend wissenschaftlich erschlossen sind. In Einzelfällen werden Datenlücken zudem durch gezielt angesetzte Bohruntersuchungen und Prospektionen geschlossen.

Die Karte auf dieser Seite verzeichnet die aus dem Jadebusengebiet bekannten Siedlungsfundstellen der ausgehenden Vorrömischen Eisenzeit und Römischen Kaiserzeit. Viele der Siedlungen wurden um Christi Geburt als Flachsiedlungen gegründet, im 1. und 2. Jh. n. Chr. jedoch zum Schutz gegen immer höher auflaufende Sturmfluten zu Wurten ausgebaut.