Spurenmetallanreicherung

Ein bedeutsames Merkmal der Schwarzschiefer ist häufig ihre erhöhte Anreicherung an Spurenmetallen. Da die chemischen Abläufe zur Anreicherung und Einlagerung von Spurenmetallen damals wie heute identisch sein sollten, kann man heutige Spurenmetallzyklen in Corg-reichen Sedimenten als Vergleichsmuster benutzen, um Aufschlüsse über die Ablagerungsbedingungen zu gewinnen.
Anhand der hohen Gehalte an Spurenmetallen erkennt man, dass eine sehr markante Änderung im Ablagerungsmilieu statt gefunden haben muss und die Elementkreisläufe während der Schwarzschieferereignisse markant beeinflusst wurden. Durch die unterschiedlichen Mengen an Spurenmetallen in den Schwarzschiefern kann man Orte verstärkten Eintrages dieser Metalle lokalisieren und durch ihre Spanne in der Sedimentschicht auch die Dauer des Ereignisses bestimmen. Dabei geht man bei der Dauer des Cenomanm/Turon-Schwarzschieferereignisses von einem Zeitraum von etwa 400.000 Jahren aus.

Abbildung: Spurenmetall-Anreicherungen Quelle: Skript zur Vorlesung Meeres-Geochemie von H.-J. Brumsack, S.72, Uni-Oldenburg Stand 2005