SONNE-Expeditionen unter ICBM-Leitung

Foto: Meinhard Simon (ICBM) .

Seit ihrer Fertigstellung im November 2014 stach die SONNE bereits zwei Mal unter Fahrtleitung des ICBM in See. Was die WissenschaftlerInnen während ihrer Zeit an Bord erforschten und erlebten, hielten sie in Blogs fest.

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Allgemeine Informationen

Die neue SONNE während der Erprobungsfahrt Foto: Thomas Badewien

Technische Daten

Länge über alles  116,00    m
Breite   20,60    m
Tiefgang     6,40    m
Vermessung    8.600 BRT
wiss. Zuladung                  300   t
Besatzung

         35 (Crew)
      + 40 (Wissenschaftler)

Antrieb

4 x 1.620 kW Wärtsilä Gensets
2 x    860 kW einziehbare Schottel
                      Ruderpropeller
1 x 2.990 kW Schottel Pumpjet

Baukosten124 Mio €, (110 Mio Bund, Rest: Küstenländer Niedersachsen,
Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern)
HeimathafenWilhelmshaven
HaupteinsatzgebieteIndik, Pazifik
 

Aktuelles

Das Bundesforschungsministerium und Google Arts and Culture haben im Wissenschaftsjahr 2016*2017 "Meere und Ozeane" einen virtuellen Rundgang über die SONNE entwickelt, an dem das ICBM als Partner im Wissenschaftsjahr mitgewirkt hat.

Ansprechpartner des ICBM i. d. Gruppe wissenschaftlich-technische Ausstattung:
Prof. Dr. Oliver Zielinski

Zweite "SONNE"-Fahrt unter Oldenburger Leitung

Der Meeresforscher und Fahrtleiter Prof. Dr. Meinhard Simon (Daniel Schmidt/Universität Oldenburg)

18.01.2017 Mehr

Video-Portal

Videoclips der Papenburger Meyer Werft und des BGR auf YouTube.

Nachrichtenarchiv

Weitere Medienmeldungen zu "SONNE" und ICBM im Medienspiegel ...

Bundeskanzlerin tauft neues Tiefseeforschungsschiff

Am Freitag, dem 11. Juli 2014, wurde das neue Tiefseeforschungsschiff SONNE in Rostock-Warnemünde durch Bundeskanzlerin Angela Merkel getauft. Das von Wilhelmshaven aus ab 2015 im Pazifischen und Indischen Ozean operierende Forschungsschiff wurde nach 20 Monaten Bauzeit auf der Papenburger Meyer Werft auf der Neptun Werft, dem Schwesterschiffsbaubetrieb der Meyer Werft, fertiggestellt.

Die Kosten für das hochmoderne Forschungsschiff in Höhe von 124 Millionen Euro wurden zu 90 Prozent vom Bund getragen. Die verbleibenden  zehn Prozent übernahmen die Länder Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Wilhelmshaven wird Heimathafen, da Niedersachsen den höchsten Länderanteil beisteuerte.

SONNE nach Emden überführt

Überführungsfahrt der SONNE von Papenburg nach Emden, hier an der Jann-Berghaus-Brücke bei Leer [Fotos: Dr. S. Riexinger]

Am 10. Mai 2014 wurde das neue Tiefseeforschungsschiff SONNE von Papenburg nach Emden überführt. Von hier startete es in den nächsten Tagen zu ersten Erprobungsfahrten.

Ausdocken der neuen "SONNE"

Am 5. April 2014 dockte das neue Tiefseeforschungsschiff "SONNE" aus dem Baudock der Papenburger Meyer Werft aus. Das Schiff weist zahlreiche technische Neuerungen auf. So ist es besonders umweltfreundlich und energieeffizient. Schiffsrumpf und Schrauben sind so gestaltet, dass Vibrationen während der Fahrt minimiert und sog. Kavitationen verhindert werden. Hierbei bilden sich durch Druckschwankungen zum Beispiel an den Schrauben implosionsartig kollabierende Gas- bzw. Wasserdampfblasen. Diese und Vibrationen würden z.B. Echolotmessungen verfälschen und Meeresorganismen beeinflussen.

[Fotos: Th. Badewien, ICBM]

Kiellegung des neuen Tiefseeforschungsschiffs „Sonne“

In Gegenwart von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Vertretern des Niedersächsischen Ministeriums für Wissen-schaft und Kultur wurde am Freitag, dem 12. April 2013, das neue Tiefseeforschungsschiff „Sonne“ auf Kiel gelegt. Gebaut wird es auf der Papenburger Meyer Werft. Spätestens Mitte Januar 2015 soll es in See gehen und das alte Forschungs-schiff gleichen Namens ersetzen. Heimathafen wird Wilhelms-haven, einer der Standorte des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg.

Am Schornstein des Schiffes wird das ICBM-Logo die Verbun-denheit mit der einzigen universitären Meeresforschungs-einrichtung Niedersachsens zum Ausdruck bringen, die als Heimatinstitut des Schiffs fungieren wird. – Als Oldenburger Vertreter waren bei der Kiellegung neben der Universitäts-präsidentin Prof. Dr. Babette Simon die Professoren Katharina Pahnke, Jürgen Rullkötter, Oliver Zielinski sowie Dr. Thomas Badewien vor Ort.

„Die intensive Beteiligung an dem Neubau des Forschungs-schiffs und die bereits erfolgte Beantragung von Schiffzeit für seine Nutzung in den Jahren 2015 und 2016 verdeutlicht auch, dass sich das ICBM neben der weiter intensiven Forschung im Küsten und Schelfmeebereich auch verstärkt mit den Prozes-sen der globalen Stoffkreisläufe und wichtigen biologischen Fragestellungen im offenen Ozean beschäftigen wird. Diese Ausweitung der Forschungsperspektiven des ICBM ist nicht zuletzt mit den erfolgreichen Neuberufungen der vergangenen Jahre im Einklang,“ betonte Prof. Rullkötter, der als Vertreter des ICBM in der Vertragsgruppe für den Neubau der „Sonne“ die Fertigstellung des Forschungsschiffs weiterhin begleiten wird.

Die zukünftigen Haupteinsatzgebiete des neuen Forschungs-schiffs werden der Indische und  der Pazifische Ozean sein. Wissenschaftliche wie gesellschaftlich relevante Fragestel-lungen, zu deren Beantwortung die „Sonne“ beitragen wird, umfassen neben marinen Rohstoffen und den Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Natur vor allem auch die Rolle der befahrenen Seegebiete in den globalen Stoffkreisläufen und in der Klimaentwicklung.

Die Kosten für den Neubau in Höhe von 124,4 Millionen Euro übernimmt zu 90 Prozent das Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF). Die Küstenländer Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersach-sen steuern die verbleibenden 10 Prozent bei, die Hälfte davon allein Niedersachsen, das unter den Küstenländern deshalb auch die Federführung übernommen hat.

Die Papenburger Meyer-Werft hatte sich im Konsortium Tiefseeforschungsschiff GmbH & Co. KG zusammen mit der Reederei RF Forschungsschiffahrt (Bremen) in einem eu-ropaweiten Ausschreibungsverfahren gegen starke Konkurrenz durchgesetzt. Bei der Ausschreibung des Neubaus wurde auch besonders auf Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit geachtet.

Die alte „Sonne“ wird 2015 die Weltmeere 46 Jahre lang befahren haben. Mit einer Länge von annähernd 115 Metern und einer Breite von knapp 21 Metern wird das neue Schiff etwa 17 Meter länger und fast 7 Meter breiter als sein Vorgänger sein, der 1969 zunächst als Hecktrawler für die Fischerei in See ging. Bis zu 40 Wissenschaftler werden neben der 35-köpfigen Besatzung auf dem Neubau Platz finden.

Pressemitteilungen des BMBF und MWK Niedersachsen zur Kiellegung.

Weitere Fotos

Fotostrecke Taufveranstaltung

[Fotos: Dr. B. Junge, ICBM]

Die "Sonne" im Bau [Fotos: Dr. S. Riexinger, ICBM]