Einleitung

Autor: Jörg Bremer

Die Klimaforschung gewinnt seit einigen Jahren immer mehr an Bedeutung. Während sich Beobachtungen des gegenwärtigen Klimas auf instrumentelle Messungen stützen können, muss für die Erforschung des vergangenen Klimas auf andere Quellen zurückgegeriffen werden. Hierzu eignen sich so genannte Klimaarchive wie sie u.a. im "ewigen" Eis der Polkappen aber auch in den Sedimenten der Meere zu finden sind, in denen die Klimaperioden der Vergangenheit ihre Signatur hinterlassen haben. Anhand geeigneter Proxies können so näherungsweise quantitative Aussagen über vergangene Klimaänderungen anhand der Rekonstruktion ihrer Auswirkungen getroffen werden. Aufgrund seiner besonderen Lage ist das Arabische Meer für solche Studien besonders geeignet.

Eine der wichtigsten Steuerungsgrößen des globalen Klimas ist der Monsun. Unter anderem wird von ihm auch der hydrologische Zyklus im Äquatorbereich beeinflusst wird. Daher widmen aktuelle Forschungen ihre Aufmerksamkeit der Variabilität des Monsuns in der jüngsten Erdvergangenheit (seit der letzten Eem-Warmzeit vor etwa 126ka Jahren).