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kabelleger_hornsrev "Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee sind der Schlüssel für den weiteren Ausbau der Energie-erzeugung aus Windkraft", des Rätsels Lösung scheint laut Bundesumweltminister Jürgen Trittin im April 2002 einfach. Trittin bezog sich auf eine Studie
des Bundesumweltministeriums nach deren Ansicht bis zum Jahr 2010 3.000 Megawatt Leistung im Offshore-Bereich installiert werden können. Fast zehn Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr sollen diese Windanlagen dann liefern.

Bis jedoch die Offshore-Windtechnologie in großem Maßstab in Serie geht, müssen noch viele offene Fragen im technischen Bereich geklärt werden. Und auch Interessenskonflikte zwischen der Offshore-Windenergienutzung und Naturschutz-, oder Schifffahrtsbelangen sowie den Interessen von Marine oder Fischerei müssen diskutiert und ausgeräumt werden. Speziell die Netzanbin-dung an Land bereitet den Anlagenbetreibern große Sorgen und führt zu Diskussionen in der Öffentlichkeit.

Wie kommt der Strom an Land?

In einem Offshore-Windpark sind alle Mühlen wie in einem Spinnennetz durch Stromkabel verbunden. Um Kosten zu sparen, müssen diese Kabel nicht unbedingt im Seeboden eingegraben werden. Nicht so bei dem Seekabel, dass den Strom vom Windpark gesammelt zum Land bringt. Für dieses müssen Kabelwege gepflügt oder ausgespült werden.

Hier liegen die Hauptschwierigkeiten. Denn mit der Entfernung des Parks zum Festland und jedem zusätzlichen Meter Seekabel, steigen der Aufwand und die Kosten für die Verlegearbeiten am Meeresboden erheblich. Zudem löst die Trassenführung bei fast jedem Offshore-Projekt Kontroversen aus. Sobald das Kabel Naturschutzgebiete, Schifffahrtswege, Fischgründe oder Schutzzonen für Vögel oder Meeressäuger durchqueren soll, lassen die Proteste von Vertretern der Interessensgemeinschaften meist nicht lange auf sich warten.

Die Trassenwahl als eine Herausforderung

Der Verlauf der Stromverbindung am Rande von Schifffahrtswegen wird aus Sicherheitsgründen seitens der Behörden bisher strickt abgelehnt. So dass die einzig mögliche und ökonomisch gangbare Alternative derzeit die Verlegung von Kabeltrassen durch das Wattenmeer ist. Demgegenüber stehen die ökologische Einzigartigkeit und Bedeutung dieses Ökosystems sowie der hohe nationale und internationale Schutzstatus des Wattenmeeres.

Die Interessenkonflikte zwischen Umweltverbänden, Nutzern und Betreibern sowie die ökologische Belastung der Nationalparks können letztlich nur durch eine adäquate Trassenplanung gemindert werden.

Dokumente

Bewertung von Trassen zur Netzanbindung von Offshore-Windparks