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Der Blick auf die Aktivitäten des Menschen vor der deutschen Nordseeküste erinnert an ein Gewerbegebiet mitten im Meer: Stark befahrene Wasserstraßen durchziehen die Deutsche Bucht. Dazwischen werfen
Fischereikutter ihre Netze aus
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und Muscheln werden geerntet. Darunter vernetzen Pipelines, Strom- und
Telekommunikationskabel den Nordseegrund. Gleichwohl fungiert die Nordsee auch als Erholungsraum, der
jährlich viele Millionen Gäste, auf der Suche nach einer intakten und einzigartigen Naturlandschaft, anzieht.
Trotz des begrenzten Raums wächst die wirtschaftliche Erschließung und neue Nutzungsformen treten hinzu.
Demnächst werden Offshore-Windparks in den noch nutzungsfreien Gebieten Strom erzeugen, zwischen deren
Pfählen künftig Muscheln in Aquakulturen wachsen könnten.
Unterstützung für eine nachhaltige Küstenentwicklung
Die steigenden Nutzungsansprüche könnten nicht nur den natürlichen Zustand unserer Küsten beeinträchtigen, sondern auch
ihre ökologische und sozioökonomische Funktion. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Bildung
und Forschung (BMBF) die Richtlinie "Forschung für ein nachhaltiges Küstenzonenmanagement" erarbeitet, in
deren Rahmen ab 2003 für zunächst fünf Jahre Forschungsvorhaben für ein integriertes Küstenzonenmanagement
(IKZM) gefördert werden. Ein Hauptziel des BMBF ist es, "eine von Konsens getragene nachhaltige
Küstenentwicklung zu unterstützen und zumindest Interessenskonflikte unter den vielgestaltigen
Nutzungsansprüchen zu minimieren bzw. zu vermeiden".
Gemeinsam forschen und entwickeln
IMPULSE ist eine der Einrichtungen, die durch das BMBF gefördert wird. Und ganz im Sinn der IKZM-Philosophie
haben sich feste Interessensgemeinschaften sowohl innerhalb der Forschungsprojekte als auch zwischen
Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung gebildet, die an der Lösung der Problemkreise arbeiten. IMPULSE
konzentriert sich insbesondere auf Managementfragen im Küstenbereich und deren Abstimmung mittels
moderner Informationstechnologie, Expertenwissen und mathematischen Modellierungsverfahren. Eine zentrale
Aufgabe bildet somit die Arbeit an und mit computergestützen Entscheidungshilfesystemen - sogenannte
EHS.
Partnerprojekte
Zukunft Küste - Coastal Futures (Westküste / Schleswig - Holstein) (Prof. Colijn, Dr. Kannen)
Forschungs- und
Technologiezentrum Westküste (FTZ)
Institut für Küstenforschung am GKSS Forschungszentrum
IKZM Oder - Forschung für ein Integriertes Küstenzonenmanagement in der Odermündungsregion (Dr.
Schernewski)
Institut für Ostseeforschung Warnemuende (IOW)
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