Kompaktpraktikum: Wissenschaft mit offenem Ausgang

Dozenten:

Martin Baurmann
Dietmar Kraft
Mirko Lunau
Bernhard Schnetger
Barbara Scholz-Böttcher

Vorbesprechung:

Dienstag 10.10.2006, 17:00 Uhr, W15 0-027

Veranstaltungstermin:

Freitags 10:00 – 12:00 Uhr, W15 0-027

Thema

In diesem Kompaktpraktikum soll eine von den Studierenden selbst entwickelte Fragestellung bearbeitet werden. Es werden daher von den Lehrenden bewusst keine Themen vorgegeben, sondern diese sollen in Gruppenarbeit am Anfang des Kurses erarbeitet werden. Das zur Verfügung stehende methodische „Handwerkszeug“ wird hierfür kurz von den beteiligten Lehrenden vorgestellt. Die Studierenden sind ausdrücklich aufgefordert bereits im Vorfeld eine Projektidee zu entwerfen.

Gliederung und Arbeitsweise

Die Lehrenden dieses Kompaktpraktikums ermöglichen die praktische und/oder theoretische Bearbeitung einer interdisziplinären Fragestellung mit den Methoden der Geochemie (anorganisch und organisch), Mikrobiologie und Mathematik bzw. Modellierung. Ziel ist auf selbständiges wissenschaftliches Arbeiten hinzuführen. Das Praktikum gliedert sich in vier Teilabschnitte:

1. Die gemeinsame Erarbeitung eines Themas, das in einer realistischen Zeitspanne abgearbeitet werden kann;
2. die Erstellung eines experimentellen Datensatzes und den kritischen Umgang mit den erhobenen (experimentellen) Daten bzw. die Entwicklung eines Modells (konzeptionell/empirisch);
3. die Einarbeitung/Prüfung von Daten in bzw. durch ein mathematisches Modell und ihre Interpretation anhand relevanter Literatur und
4. die abschließende Präsentation der Ergebnisse vor einem größeren Publikum (Vorträge und/oder Poster), sowie das Verfassen eines Abschlussberichtes.

Der Kurs richtet sich daher überwiegend an schon fortgeschrittene Semester.

Die Teilnehmer treffen sich 1 x wöchentlich mit den Lehrenden, um die anstehenden Fragen zu klären, den Fortschritt der Arbeiten zu zeigen, zu diskutieren und ggf. zu variieren.

Vorraussetzungen und Ziel

Die meisten dieser Arbeiten sollen in Form von sich selbst tragenden Gruppen organisiert werden. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Mitarbeit in einem solchen Kurs sind eine hohe Eigenmotivation und Frusttoleranz, grundlegende Fachkenntnisse in zumindest einer Teildisziplin, Kreativität, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, das Interesse sich in bestimmte Fragestellungen sehr detailliert einzuarbeiten und dieses Wissen mit anderen zu teilen, um in einer Synthesephase zu einem konsistenten Abschluss zu gelangen. Im Vordergrund der Veranstaltung stehen das Erleben von wissenschaftlichem Arbeiten und das Erlangen einer wissenschaftlichen Urteilsfähigkeit.