Forschungsboot "ZEPHYR"

Das zweite Forschungsboot dieses Namens wurde kürzlich beschafft. Es besitzt – anders als das Vorgängerboot aus Kunststoff – einen Aluminium-Rumpf und gehört zur "Navicula"-Klasse. In Abweichung zu "Navicula" ist es einen Meter länger und mit einem Außenbordmotor ausgerüstet.

Milder Westwind - eine Gestalt aus der griechischen Mythologie

Technische Daten
Baujahr:2013 (Feltz-Boote, Hamburg)
Länge:7,5 MeterBreite: 2,5 Meter
Zuladung:10 Pers./5 Pers.
+ 400 kg
Tiefgang:0,3 Meter
Motorisierung:1 Benzin-Außenbord-Motor mit 110 kW (150 PS, max. 20 Kn)
Rumpf:Aluminium (Fahrstand max. 5. Pers.)
Das Boot verfügt über drei Messarbeitsplätze mit bis zu vier Rechnern. Neben einem Spannungswandler von 24 auf 230 Volt (1 kW) sind ein 220-Volt-Generator (2 kW), Radar, Echolot, Kartenplotter, eine Selbststeueranlage, eine Wetterstation mit Windmesser und eine 4 kW-Warmluftheizung an Bord.Gefahren wird "Zephyr" von einem Skipper, unterstützt von einer Hilfskraft.

Am Heck befindet sich ein Geräterahmen, er erlaubt das Schleppen von Lasten bis zu 250 kg, wie z.B. Sidescan-Sonar, Kurren u.a. Ein Moonpool von 40 x 40 Zentimentern ist mit Gerätehaltern für ADCP (Acoustic Doppler Current Profiler) und CTD-Sonden ausgestattet. Über einen bis zu 200 Kilogramm tragenden Kranausleger können Kastengreifer oder Kranzwasserschöpfer bis 50 Meter Wassertiefe ausgebracht werden.
 

"Zephyr" getauft

Die Präsidentin der Universität Oldenburg, Frau Prof. Dr. Babette Simon, taufte am 12. September im Oldenburger Hafen das neue Forschungsboot des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität.

Seinen Namen trägt das Boot nach einer Gestalt aus der griechischen Mythologie, die für die antiken Hellenen den milden Westwind verkörperte. Für das Arbeiten in unserer Küstenregion, die von Winden aus dieser Richtung geprägt wird, verfügt das Schiff über eine ideale Auslegung: Mit nur dreißig Zentimeter Tiefgang kann es in extremem Flachwasser operieren, und sich sogar trocken fallen lassen.

Rede des Leiters der AG Marine Sensorsysteme,
Prof. Dr. O. Zielinski, anlässlich der Taufe.

Pressemitteilung der Universität zur Taufe

Die Taufe in den Medien: